Betrieb von Ozonanlagen

Eine Ozonung beeinflusst den übrigen Betrieb einer ARA nur gering. Zusätzliche Aufwendungen ergeben sich für die Energieversorgung (Anschlussleistung, Stromverbrauch), das Personal (Ausbildung, Wartung, Überwachung) und damit die Kosten (Investition, Betrieb).

VSA-Empfehlung (Vernehmlassungsversion)

In Schweizer ARA werden Ozonanlagen nur realisiert, wenn das Abwasser gemäss der VSA-Empfehlung „Abklärungen Verfahrenseignung Ozonung“ (VSA, 2017) als geeignet eingestuft wird. Durch Veränderungen im Einzugsgebiet (z.B. ein neuer Industriebetrieb oder eine sich ändernde industrielle Aktivität) kann sich die Abwasserzusammensetzung signifikant ändern. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch nach der Inbetriebnahme die Abwasserzusammensetzung und deren Eignung für eine Ozonung überwacht werden.

Die VSA-Empfehlung "Betrieb von Ozonanlagen auf ARA: Erkennen von kritischen Entwicklungen im Einzugsgebiet" ist bis Ende März 2020 in Vernehmlassung. Bitte senden Sie uns Ihre Stellungnahme anhand des Vernehmlassungsformular bis am 31.3.2020 (s. genaue Angaben im Begleitbrief).

Vernehmlassungsunterlagen: Empfehlung und Interpretationshilfe; Begleitbrief und Vernehmlassungsformular

Best-practice Beispiel

Diese Überwachung wird unter anderem sichergestellt, indem eine proaktive Kommunikation zwischen den relevanten Akteuren im Einzugsgebiet gepflegt wird (präventives Vorgehen). Dabei ist ein direkter Informationsfluss zwischen der ARA und den relevanten Industriebetrieben im Einzugsgebiet besonders wichtig. Anhand des Beispiels der ARA Neugut wird erklärt, wie ein solcher Informationsfluss aufgebaut werden kann und welcher Nutzen daraus gezogen werden kann.

Liste der relevanten Industrie-Branchen, Prozesse und Stoffe

Ein unterstützendes Instrument zum präventiven Vorgehen ist die von der Plattform laufend aktualisierte Liste mit bekannten und relevanten Industrie-Branchen und Prozessen in Bezug auf die Ozonung.

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