Verfahrenstechnik

Ferrat kann in die biologische Stufe oder in deren Ablauf (Zulauf zum Filter) dosiert werden. Die Dosierung ins biologisch gereinigte Abwasser benötigt weniger Ferrat. Nachfolgend ein Beispiel für ein nachgeschaltetes Verfahren:

  • Ferrat-Produktion und Dosierung: In wässrigen Lösungen ist Ferrat relativ instabil, d. h. für die Anwendung auf einer ARA müsste es entweder als Pulver angeliefert, vor Ort angerührt und rasch angewendet, oder direkt vor Ort produziert werden. Die dazu notwendigen Technologien müssen noch weiter entwickelt werden. Ferrat wird in gelöster Form dosiert, so können bereits vorhandene Einrichtungen zur Eisendosierung genutzt werden. Für eine ausreichende Eliminationsleistung ist mit einer Ferratdosis von ca. 5 mg/l, resp. 1 g Fe/g DOC zu rechnen.
  • Reaktionsbecken: Im Reaktionsbecken vermischt sich das Ferrat mit dem Abwasser. Die Spurenstoffe werden oxidiert, Eisenhydroxid und –phosphat fällen aus. Gemäss den ersten Laborversuchen wird die notwendige hydraulische Aufenthaltszeit bei Trockenwetter, je nach pH-Wert des Abwassers, auf ca. 20-60 Minuten geschätzt.
  • Eisen(III)-Dosierung: Der Bedarf an Fe(VI) für die Oxidation von Spurenstoffen in kommunalem Abwasser ist geringer als derjenige für die Phosphor-Fällung. Es muss also noch zusätzlich Eisen(III) dosiert werden, entweder als Vor- oder Simultanfällung, oder gemeinsam mit dem Ferrat. Dies ist kostengünstiger als eine vollständige Phosphor-Fällung mit Ferrat.
Mögliches Fliesschema einer Ferratdosierung
  • Nachfolgende Behandlungsstufe: Als Produkt fällt ein eisenhaltiger Schlamm an, der abgetrennt werden muss, bevor das Abwasser in ein Gewässer geleitet wird. Dafür eignet sich eine Sedimentation oder eine einfache Filtration (z. B. Textilfilter).
xeiro ag