Verfahrenstechnik

AOP wird nach der biologischen Stufe eingesetzt, da das Verfahren einen möglichst geringen DOC-Gehalt und einen partikelfreien Ablauf benötigt. Die wichtigsten Bestandteile für das UV-H2O2-Verfahren sind:

      • H2O2-Lagerung und -Dosierung: Das Wasserstoffperoxid wird in der Regel als wässrige Lösung (ca. 30-40 %) geliefert. Bei der Anlieferung und Lagerung sind die entsprechenden Sicherheitsvorschriften einzuhalten (z. B. Brandschutz, Arbeitssicherheit). Die Lösung wird in den Abwasserstrom eingemischt.
      • UV-Lampen: Das mit H2O2 angereicherte Abwasser wird über UV-Lampen geführt. Die UV-Strahlung spaltet das Wasserstoffperoxid und erzeugt damit OH-Radikale. Die notwendige Leistung hängt von der Wasserqualität ab, muss aber deutlich höher angesetzt werden als bei der Desinfektion.
      • Vorreinigung: Die Strahlungsintensität des UV-Lichts nimmt mit zunehmender Eindringtiefe ins Wasser in Abhängigkeit der Wasserqualität ab. Da die Strahlungsintensität mit steigendem Feststoffanteil und DOC-Gehalt schneller abnimmt, soll die Vorreinigung diese Stoffe möglichst stark absenken. Dazu eignet sich beispielsweise eine Sandfiltration.
          Fliessschema einer AOP-Anlage mit UV-H2O2-Verfahren
          • Steuerung/Regelung: Die Steuerung kann über zwei Grössen erfolgen: über die Energie der UV-Lampe oder die H2O2-Dosis.
          • Nachbehandlung: Wie bei der Ozonung entstehen durch die Oxidation mit den OH-Radikalen verschiedenste Reaktionsprodukte, die teilweise biologisch gut abbaubar sind. Aus diesem Grund ist ebenfalls eine biologisch aktive Nachbehandlung zu empfehlen.
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