Technologien zur Entfernung von Mikroverunreinigungen

Der aktuelle Wissensstand der Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen auf Kläranlagen ist diesem A&G-Artkel zusammengefasst. 

Die Anforderungen an neue Verfahren sind hier aufgelistet. Bei Fragen zu neuen Verfahren kann die Plattform kontaktiert werden.

Auf den folgenden Seiten werden Technologien beschrieben, die für die Entfernung von Mikroverunreinigungen aus kommunalem Abwasser grundsätzlich in Frage kommen:

  • Aktivkohle - Dank der porösen Struktur und der grossen Oberfläche kann die Aktivkohle eine grosse Anzahl Mikroverunreinigungen binden und aus dem Abwasser entfernen. Auf kommunalen ARA kann die Pulveraktivkohle oder die granulierte Aktivkohle eingesetzt werden.
  • Ozon - Das reaktive Gas Ozon führt zu einer Teiloxidation der Wasserinhaltsstoffe und wandelt sie in weniger komplexe Produkte um. Diese werden so grösstenteils bioverfügbar gemacht und können in einer nachgeschalteten biologischen Stufe (z.B. Sandfilter) abgebaut werden.
  • Ferrat - Ferrat ist sechswertiges Eisenoxid. Da es in wässriger Lösung instabil ist, reagiert es mit anderen Substanzen im Wasser (Teiloxidation der Mikroverunreinigungen), wobei es zu Fe(III) reduziert wird. Dadurch wirkt es in der Abwasserreinigung gleichzeitig als Fällmittel.
  • AOP - AOP steht für "Advanced Oxidation Processes". Die Verfahren beruhen auf der Oxidationswirkung des Hydroxyl-Radikals (OH∙). Diese müssen aufgrund ihrer hohen Reaktivität vor Ort hergestellt werden, wobei verschiedene Verfahren zur Verfügung stehen (z.B. UV-H2O2, O3-H2O2, TiO2-UV u.a.). Bisherige Erkenntnisse für kommunales Abwasser beruhen auf Laborversuchen und kleinen Pilotanlagen.
  • Dichte Membranen - Als dichte Memranen gelten die Nanofiltration und die Umkehrosmose. Sie kommen auf Abwasserreinigungsanlagen zum Einsatz, in denen das gereinigte Abwasser weiter zu Trinkwasser aufbereitet wird.
xeiro ag